Newcomer des Tages: Junyq
Monday, November 26th, 2007Wer heute als Musiker erfolgreich sein möchte, muss etwas Besonderes an sich haben. Oder aber schlicht genial sein. Aber auch das reicht nicht immer aus. James Blunt wurde am Anfang seiner Karriere als singender Ex-Soldat promotet. Ein einfacher Songwriter mit zig Hits im Gepäck ist eben nicht mehr so besonders. Und auch wenn einige sagen, dass die Musik, die der Newcomer Junyq macht, doch nichts Anderes als Rap ist, sieht es der Bochumer ein wenig anders: Er nennt sein Werk Trottoir-Poesie.
Wodurch unterscheidet sich Junyqs Stücke von denen „gewöhnlicher“ Rapper? Junyq legt wesentlich mehr Wert auf den Rhythmus, den Klang und die Bedeutung seiner Worte. Die Melodien sind Begleitwerk – aber nicht das Ausschlaggebende. Somit ist Junyq mit Sicherheit kein Künstler für die Bravo-Generation. In seinen „Songs“ geht es auch nicht um die klassischen Rap-Themen wie Autos, Frauen oder die Konkurrenz – sondern um das Leben, den Sinn dahinter, um Glauben und Angst. Dabei steht immer eins im Vordergrund: die deutsche Sprache.
Das erste Album von Junyq heißt „Augen Blicke“ und umfasst 16 Stücke, die man nicht einfach so nebenbei hören sollte. Und somit unterscheidet sich Junyq durchaus von anderen Künstlern – egal ob er die Gattung nun Rap nennt, oder nicht – weil er nicht nur etwas zu sagen hat, sondern dies auch auf eine sehr intelligente Art und Weise tut. Und Intelligenz ist nun nicht unbedingt das Wort, das man zwangsläufig mit Rap assoziiert.
Ich möchte ein wenig Werbung in eigener Sache machen. Am Wochenende hatte ich das große Vergnügen, Colbie Caillat zum Interview in Berlin zu treffen. Und zwar im Universal-Gebäude, das sich direkt gegenüber von unserem Büro befindet.