Archive for July, 2007

spodtronic-Charts Juli

Tuesday, July 31st, 2007

Charts sind ein guter Grad, um zu erkennen, wo man selbst steht und ob man den Geschmack der Masse teilt. Nun gibt es aber auch Ranglisten, die sich nicht an der Masse orientieren sondern spezielle Sparten bedienen. Aber auch da geht es in der Regel um den größten gemeinsamen Nenner. Ab sofort möchten wir Euch hier monatlich die offiziellen spodtronic-Charts präsentieren.

Wie kommen diese zustande? Jeden Monat werden diverse Alben von uns, der Musik-Redaktion von spodtronic, auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende des Tests steht ein Rating (maximal fünf Sterne und mindestens ein Stern). Und nach diesem Ranking lässt sich dann relativ leicht eine Top 10 erstellen. Hier also die Rangliste für den Juli.

1. Mark Ronson

2. Freundeskreis

3. Paul McCartney

4. Garbage

5. Justice

6. David Bisbal

7. Kelly Clarkson

8. Ultra Orange

9. Chris Cornell

10. Debbie rockt!

Newcomer des Tages: HelloGoodbye

Monday, July 30th, 2007

Es gibt Songs, von denen man anfänglich meint, dass sie zu nichts taugen würden. In dieser Periode kann man sich dann damit trösten, dass zumindest das Video unterhält und den eigenen Ansprüchen gerecht würde. Und plötzlich fällt einem auf, dass man den Refrain nicht mehr loswird und ihn auch gar nicht mehr loswerden will. Von „Liebe beim zweiten Klick“ (im digitalen Zeitalter) zu sprechen, wäre vielleicht ein wenig übertrieben, aber der Song „Here (In Your Arms)“ von HelloGoodbye geht in diese Richtung.

Die vier Herren sind schrill und sehen aus wie Nerds, was sie aber nicht daran hinderte, mit „Here (In Your Arms“ in England gleich in die Top 10 einzusteigen. Dass der Band hierzulande ein ähnlich großer Erfolg gelingt, wage ich zu bezweifeln. Die Vorlieben für Synthie-Pop halten sich in Deutschland doch eher in Grenzen. Und doch wird dieses Lied für einige Diskussionen sorgen – nicht zuletzt wegen des arg lustigen Clips.

Mit Verlosung: Die Charts-Einsteiger (7)

Friday, July 27th, 2007

Dürftig. Anders kann man das Bild der Chart-Neueinsteiger nicht beschreiben. Zwar gibt einen New Entry in den Top 10. Aber den zweithöchsten finden wir erst auf Platz 19. Und auch qualitativ gibt es nicht viel Gutes. Lediglich zwei Songs kann ich Euch empfehlen: Den von Wally Warning und einen Klassiker der Rolling Stones.

Wir ändern unser Reglement: Wir geben jetzt schon vorher bekannt, welches Album unter allen Kommentatoren verlost wird. Dieses Mal den Soundtrack der Simpsons. Einsendeschluss ist der 9. August um 23.59 Uhr.

3. Azaf ft. Adel Tawil: Prison Break Anthem
Viel erfolgreicher als die RTL-Serie, die bisher nur durchschnittliche Quoten erreichte, platziert sich der Soundtrack. Azad und Adel (von Ich+Ich) landen gleich auf dem dritten Rang. Auch wenn die Nummer ganz schön gewollt ist.

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

19. Killerpilze: Liebmichhassmich
Eine rockender Pubertäts-Song, ohne den Anspruch mehr zu sein. Erfrischend, dass die Killerpilze nicht vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind.

Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

21. Hot Banditoz: Que si, Que no
Jede Woche frage ich mich aufs Neue: Wer kauft das nur? Dieses Mal gleich mehrmals. An dieser Stelle zum ersten Mal. Hier gibt es das Video.
Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

26. Wally Warning: No Monkey
Anfang Juli schon haben wir Euch den Song hier als potenziellen Sommer-Hit vorgestellt. Schön, dass Einige der Empfehlung gefolgt sind.
Rating: ★★★★★★★★☆☆

34. Pachanga: I don’t like Reggae-Ton
Mit viel Erotik versucht der Clip zu retten, wozu der Song nicht imstande ist. Da muss sogar Bob Marley herhalten, damit einige, sorry für den Ausdruck, Vollproleten eine krasse Party feiern können. Einfach nur peinlich. Aber immer noch erträglich im Vergleich zu Vielem, was uns diese Woche geboten wird.
Rating: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆

44. Massiv: Wenn der Mond in mein Ghetto kracht
Wenn man sich das Video zu „Wenn der Mond…“ anschaut, bekommt man wirklich ein wenig Angst vor Massiv. Und je länger man zuhört, desto mehr merkt man, dass die Nummer nicht unterirdisch ist.
Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

49. Rolling Stones: Paint it black
Der Song zur aktuellen T-Home-Kampagne. Und bevor wir jetzt darüber streiten, ob es sinnvoll ist, dass Klassiker für den Kommerz missbraucht werden, freuen wir uns lieber über ein wenig Qualität unter den Neuzugängen. Hier ein Live-Auftritt aus der Urzeit.
Rating: ★★★★★★★★☆☆

58. Blutengel: Lucifer
Nun frage ich mich zum zweiten Mal diese Woche, wer das kauft. Pseudo-Vampir-Pseudo-Gothic-Song. Ganz arg. Zum Lied geht es hier.
Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

70: Volker Racho: Das rote Pferd
Das dritte Mal. Immerhin gibt es hier nur einen Ausschnitt, den ganzen Song erspare ich Euch.
Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

73: InBlasch: Verrückt nach Dir
InBlasch sind die Entdeckung eines Berliner Radio-Senders. Der Song wildert bei den Schlager-Fans. Und das kann ich nicht gutheißen. Hier könnt Ihr Euch die Nummer anhören.
Rating: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆

74. Verka Serduchka: Dancing Lasha Tumbai
Ja, den Song kennen wir vom Eurovision Song Contest. Trash? Ja! Gaga? Ja. Und trotzdem ganz passabel. Hier gibt es das Video.
Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

75. Nickelback: Rockstar
Unfassbar! Das ist mal ein Song von Nickelback, der nicht exakt so kling wie die anderen Nickelback-Lieder. Allein dafür Hochachtung. Und auch sonst geht der Song ganz o.k. ins Ohr.
Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆

76. Mia: Engel
Die nächste Single von Mia, dieses Mal gibt es ein Live-Video. Bleibt weit hinter „Tanz der Moleküle“ zurück. Damit hat die Band die Messlatte selbst zu hoch für sich gelegt.
Rating: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆

97. Jon Mesek: We’re gonna live today
Jon Mesek macht Brit-Pop, obwohl er Deutscher ist. Klingt gut – ist es aber leider nur bedingt. Da es kein Video dazu gibt, müsst Ihr mir einfach vertrauen, dass der Mann Potenzial hat, das er mit seiner ersten Single noch nicht ausgereizt hat.
Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆

Verlosung: Revolverheld und „Du explodierst“

Thursday, July 26th, 2007

Revolverheld sind die deutsche Rock-Band der aktuellen Bravo-Generation. Wenn es was über die Jungs zu vermelden gibt, erfolgt das in der Regel über die Jugendmagazine. Und doch wildern Revolverheld stilistisch öfter mal in der Alternative-Ecke. Dass diese beiden Pole schwer zu vereinen sind, sollte allerdings klar sein. Nur: Wenn Revolverheld musisch schon längst erwachsen sind, textlich sind sie es nicht. Ihr neues Album „Chaostheorie“ klingt wie ein Ratgeber für Teenies. Tu dies nicht, lass die Finger davon, und bleib Dir dabei immer treu. Wahrscheinlich sind es diese oberlehrerhaften Sprüche, die einem größeren Erfolg der Band im Weg stehen.
Diesen Pfad verlassen Revolverheld allerdings mit ihrer aktuellen Single „Du explodierst“. Die Nummer ist gnadenlos direkt und mal so richtig erwachsen. Das Video ist ein absoluter Hingucker, das wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Darin futtern die Jungs so viel, dass es am Ende eine ordentliche Explosion gibt. Wir verloren drei Singles, die Ihr gewinnen könnt, wenn Ihr uns bis zum 1. August um 23.59 Uhr in den Kommentaren mitteilt, was Ihr von der Nummer haltet bzw. was Euer Leibgericht ist. Und könntet Ihr davon manchmal so viel essen, dass auch bei Euch eine Explosion anstehen würde?

Kein Sommer – aber ein Sommer-Hit

Wednesday, July 25th, 2007

Was ist das nur für ein Sommer? Erst regnet es permanent, dann scheint die Sonne einige Tage so stark, dass wir mittlerweile das Graue der Hitze vorziehen. Und ebenso wie es keinen richtigen Sommer gibt, fehlt uns nun auch noch ein ordentlicher Sommer-Hit. Einzig „Vayamos Companeros“ verfügt über Qualitäten für die an sich heiße Saison. Und sonst? Nichts los.
Darum machte ich mich auf die Suche nach einem alternativen Sommer-Hit. Es geht also um einen Song, in dem wir keine spanischen Gitarren hören, der uns auch nicht an unseren letzten Urlaub erinnert oder Fernweh weckt. Nein, ich suchte ein Lied, das so viel Energie in sich hat, dass man anfängt zu zappeln, dass einem warm wird, wenn es schon die Sonne nicht schafft. Es musste ein Lied sein, das einen packt und Schwung hat, einen lockeren Vibe, der einen zumindest vom gemütlichen Sommer träumen lässt. Ein Song, der uns den Sommer vergessen lässt. Der den Sommer in uns selbst weckt.

Ich bin fündig geworden – bei Kanye West. Und das obwohl ich kein HipHop mag. Aber bei Kanye ist das ein wenig anders. Dem verzeihe ich sogar, dass er rappt. Weil er John Legend entdeckt hat. Weil er Songs für Alicia Keys produzierte. Und weil er ein Sample von Daft Punkt verarbeitete und daraus meinen persönlichen Sommer-Hit 2007 machte. Here we go: „Stronger“.