Archive for June, 2007

Mit Verlosung: Die deutschen Single-Charts (3)

Friday, June 29th, 2007

Letzte Woche freuten wir uns noch mit Mika, der es als höchster Neueinsteiger auf den sechsten Platz schaffte. Dieses Mal legen US 5 die Latte höher.

Allerdings ist qualitativ diese Woche nicht viel Gutes dabei – unserer Meinung nach. Wie denkt Ihr darüber? Diskutiert mit uns – und gewinnt. So wie BoBo77 letzte Woche. Er kann sich über das aktuelle Album von Nevada Tan freuen. Ihr habt bis zum 5. Juli, 23.59 Uhr Zeit. 

4. US 5: Rhythm of Life
Jugendzeitschriften wollten vor noch gar nicht langer Zeit einen Konflikt zwischen Tokio Hotel und US 5 beschwören. Wegen der besseren Verkaufszahlen. Hat nur nicht geklappt, weil US 5 bei weitem nicht so erfolgreich sind wie Tokio Hotel. Wieso sieht man hier.
Rating: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆

 9. Ich+Ich: Vom selben Stern
Ein sehr erfolgreicher Start für die erste Single aus dem zweiten Album des Duos Ich+Ich. Auch wenn sie qualitativ nicht so doll ist wie die Auskopplungen aus dem Debüt. Dafür ist das Video mit vielen Prominenten ein echter Hingucker.
Rating: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

 25. beFour: Magic Melody
ATC hatten mit „Around the World“ im Jahr 2000 einen Mega-Hit, der sich in Deutschland, der Schweiz und Österreich an die Spitze der Charts setzen konnte. Genau daran wollen beFour anknüpfen. Gut geklaut – hat aber schon bei ATC genervt. Das Video gibt es hier.
Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

 36. No Angels: Maybe
Irgendwie scheint Ihr die No Angels nicht vermisst zu haben. Schon die erste Single und das Album schafften es „nur“ auf den vierten Platz – „Maybe“ trifft es noch härter. Eigentlich schade, denn die Vier haben Alles, was Monrose und Co. fehlt: Klasse, Professionalität und Ehrgeiz. Hier der Beweis.
Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆

46. Billy Talent: Surrender
Deutschland hat Billy Talent schon lange ins Herz geschlossen. Als Lohn für großartige Live-Shows. Die neue Single „Surrender“ schlägt sanftere Töne an, als wir es bisher von den Kanadiern gewohnt sind. Hier gibt es das Video.
Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆

 65. Chemical Brothers: Do it again
Wie wir es von den Chemical Brothers gewohnt sind: Ein grandioses Video. Und auch der Song selbst wird keinen Freund elektronischer Musik verärgern. Der Beweis, dass sich Kunst und Kommerz nicht ausschließen müssen.
Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆

90. De Randfichten: Nananana
Schon der bekloppte Holzmichel nervte ohne Ende. Aber Ihr musstet ja die Band unbedingt groß machen, indem Ihr wie hypnotisiert die CD kauftet. Nun müsst Ihr auch ertragen, dass da noch mehr kommt. Hier könnt Ihr in den Song reinhören – auf eigene Gefahr.
Rating: ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆

SonyBMG kommt im Web 2.0 an

Thursday, June 28th, 2007

Dass die Plattenfirmen schon seit Jahren sinkende Plattenverkäufe verzeichnen, dürfte hinreichend bekannt sein. Darüber zu lamentieren, bringt unterm Strich nichts. Denn vom Rumnölen allein verdient man kein Geld.

Zumindest SonyBMG versucht nun, seine Strategie der allgemeinen Entwicklung im Netz anzupassen. Bereits am 13. April startete der Major für Avril Lavigne die erste Künstlerhomepage als „Web 2.0-Version“. Unter einem Feature mit dem Namen „MyBackstage“ können Fans ein eigenes Profil erstellen und somit auch Kontakt zu Gleichgesinnten knüpfen. SonyBMG macht also auf Social Network und User Generated Content. Denn schaut man sich die Startseite an, sieht man, dass eine Vielzahl der News von Usern erstellt wurde. Das Konzept scheint also aufzugehen. Mittlerweile sind auch die Künstlerseiten von Mark Medlock und Kelly Clarkson im Web 2.0-Stil. Und die von „Superstar“ Mark wird besonders gut angenommen: Ein Sprecher von SonyBMG meinte zu mir, sie hätten schon über 8.000 registrierte User. Tendenz: stark steigend.

So ganz astrein ist das aber noch nicht. Einzelne News haben keine Permalink-Struktur, so dass man z.B. als Blogger nicht darauf verlinken kann. Allerdings hat SonyBMG mit einem anderen Portal unter anderem auch an die Blogger gedacht. Bei Musicbox kann man auf Videos von Künstlern, die via SonyBMG ihre Tonträger veröffentlichen, zugreifen und diese auch – wie bei Youtube, Sevenload oder WatchBerlin – ins eigene Blog einbinden. Im Gegensatz zu den meisten Videos bei den erwähnten Portalen ist das Musicbox allerdings vollkommen legal. Und die Clips in allerbester Qualität. Allerdings ist das Angebot noch extrem klein, doch wird es weiterhin stetig ausgebaut.

Immerhin ein Anfang von SonyBMG. Man wird sehen, wie und die anderen Majors reagieren werden. Dass sie reagieren müssen, sollte ihnen jedes Mal dann klar sein, wenn sie ihre aktuellen Umsätze mit denen von vor wenigen Jahren vergleichen.

Clip des Tages: Keren Ann mit „Lay Your Head Down“

Wednesday, June 27th, 2007

Keren Ann ist eine französische Sängerin, was man ihr (zum Glück) nicht anmerkt. Und das obwohl sie lange mit Benjamin Biolay zusammen arbeitete.

Keren Ann macht Musik für verregnete Sonntage. Ihre neue Platte, die schlicht und einfach „Keren Ann“ heißt, bewegt sich weiter in Richtung amerikanischen Folk. 

Ich bin mir sicher, dass Viele von Euch Keren Ann noch nicht kennen. Leute, Ihr habt wirklich was verpasst. Damit das nicht so bleibt, bekommt Ihr hier „Lay Your Head Down“ (Windows Media oder Real Media) zu hören und sehen. 

Und da Ihr hinterher bestimmt absolut begeistert sein werdet, könnt Ihr hier gleich Tickets für die Tour von Keren Ann im September bestellen.

Rating: ★★★★★

Glastonbury – ein Erlebnisbericht

Tuesday, June 26th, 2007

Wer behauptet eigentlich, dass häufiger und ausgiebiger Regen in England nur ein Klischee ist? Letztes Wochenende mussten 180.000 Musikfans beim Festival in Glastonbury feststellen, dass Klischees immer auch eine Menge Wahrheit in sich bergen. In der feiernden Masse waren auch unsere Mitarbeiter Andee und Gabriel.

Am Freitag flogen sie nach London, mieteten sich vor Ort einen Wagen und legten damit die Strecke bis nach Glastonbury zurück. Woran sie nicht gedacht hatten: Dass englisches Wetter die richtigen Schuhe verlangt. Turnschuhe, wie die Beiden sie trugen, sind gerade in Glastonbury ein absolutes Tabu.

Vorweg: Das Fazit der Beiden lautet „Absolut Geil“. Kann man ja auch verstehen, wenn man Fatboy Slim, The Killers, Amy Winehouse, Björk Arctic Monkey und viele Andere zu sehen bekommt.

Gabriel war vor allem von den Babyshambles begeistert. Nicht etwa weil Pete Doherty mal nüchtern war. Im Gegenteil. Aber zu der Band wagte sich auch das Mega-Modell Kate Moss auf die Bühne – und war „nicht mal schlecht“, so Gabriel. Und was die Beiden wohl ihr Leben nicht vergessen werden: Der Matsch, der ihr frisch gekauften Gummistiefel schmückt. Und den die Engländer in Eimer luden, um sich hinterher damit einzusauen. Nicht unbedingt jedermanns Sache. Gehört aber zu Glastonbury wie die gute Musik.

Also Jungs, wenn Ihr das nächste Mal wieder dahin fahrt, dann zieht Ihr keine weißen Turnschuhe an – sondern Eure Gummistiefel.

 

Hier gibt es eine Menge Fotos für Euch.

 

Clip des Tages: Digitalism und „Pogo“

Monday, June 25th, 2007

DJs werden nicht häufig gefeiert – außer in Clubs, wenn sie an den Turntables stehen und den Feiernden so richtig einheizen. Selten aber kommt es vor, dass ein DJ-Team auch außerhalb von Tanzflächen von sich reden lässt. Digitalism aus Hamburg gehören zu dieser seltenen Sorte.

Die Fans sind sich einig: Digitalism machen Elektro-Musik für Rocker, so dass es Leute gibt, die das Duo sogar mit Daft Punk vergleichen.

Fakt ist: Die neue Single „Pogo“ ist ein Track, der perfekt zum Sommer passt (wenn es denn mal wieder endlich warm werden sollte). Und zum Video, das Ihr hier (REAL oder WMV) sehen könnt, gibt es nur eins zu sagen: absolut sehenswert.

Rating: ★★★☆☆